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Bachelor – komprimiert und anspruchsvoll?!

Die Beratungsstellen der Universitäten bekommen immer mehr Zulauf und zwar nicht nur von Studienanfängern. Immer mehr Studenten haben Probleme mit den komprimierten Studiengängen, was früher in 8-9 Semestern gelernt wurde, müssen die Studenten heute nach 6 Semestern auf dem Kasten haben. Viele Studenten vergleichen sich auch mit ihren Kommilitonen und fallen in ein Zustand der Hysterie. Niemand ist in der Lage alles auswendig zu wissen. Wilfried Schumann rät:„Man muss nicht jedes Buch können, das auf der Literaturliste steht. Mut zur Lücke ist mein Hauptcredo.“ Doch einigen Studenten fällt es schwer diesen Worten zu folgen. Sie stehen unter einem enormen Leistungsdruck. Beim Bachelor zählen alle Einzelnoten, man kann verpatzte Klausuren nicht wie in der Schule einfach durch ein Referat wettmachen, sondern man muss bei jeder Klausur volle hundert Prozent bringen. Besonders unter Druck stehen diejenigen, deren anschließendes Studium ein gewissen Durchschnitt verlangt und ohne den sie sonst nicht an ihr Ziel kommen. Manchen geht die Belastung wirklich an die Nieren und schmeißen ihr Studium letztendlich hin. Laut einer Studie des Hochschul-Informations-System (HIS) brechen knapp 30 Prozent ihr Studium ab, das sind deutlich mehr als bei Studiengängen mit anderen Abschlüssen. Die Abbrecherquote macht also deutlich, dass der Bachelor-Abschluss nicht zu unterschätzen ist. Es werden den Studenten hohe Selbstdisziplin, Organisationstalent und zusätzliche Zielstrebigkeit abverlangt. Wer nicht genau weiß was er will und mit Selbstvertrauen an sein Studium heran tritt, wird wohl oder übel an dem komprimierten und schweren Studiengängen scheitern.

Der Bachelor ist immer noch ein Nachwuchsprojekt der deutschen Bildungspolitik und keiner weiß ob die hohe Belastung zu einer positiven Entwicklung der Akademikergesellschaft führen wird. Doch eins ist sicher hat man den Bachelor in der Tasche hat man einen Abschluss der ;im Moment zumindest, in der Arbeitswelt angesehen ist.

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